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Website & Kundengewinnung · Redaktion Marketing Ritter

Website-Relaunch: Was vor der Veröffentlichung gesichert sein muss

Ein neues Design ist schnell sichtbar. Ob ein Website-Relaunch wirklich gelingt, entscheidet sich jedoch an Dingen, die Besucher kaum bemerken: alte Adressen müssen sauber weiterleiten, Formulare zuverlässig ankommen, Messung und Suchmaschinenzugang dürfen nicht versehentlich verschwinden. Diese praktische Checkliste hilft kleinen und mittelständischen Unternehmen, den Wechsel kontrolliert vorzubereiten. Sie ist keine neue Google-Ankündigung, sondern bündelt bewährte Schritte aus der aktuellen Google-Dokumentation und der täglichen Projektpraxis.

Archivierte Website-Seiten werden über geprüfte Datenwege in eine neue helle Website-Struktur übertragen

1. Erst sichern, dann verändern

Erstellen Sie vor jeder Änderung eine vollständige Sicherung von Dateien, Datenbank, Formularinhalten und wichtigen Einstellungen. Exportieren Sie zusätzlich die aktuelle URL-Liste aus der Sitemap und aus Ihrem Analysesystem. Screenshots der wichtigsten Seiten helfen später beim Vergleich. Legen Sie fest, wer Domains, DNS, Hosting, E-Mail, Analyse und Search Console verwaltet, und prüfen Sie die Zugänge, bevor der Veröffentlichungstermin feststeht.

Diese Bestandsaufnahme verhindert typische Lücken: Eine alte Leistungsseite wird vergessen, ein Kontaktformular sendet an ein nicht mehr genutztes Postfach oder ein Verifizierungscode fehlt im neuen System. Notieren Sie für jede wichtige Seite Zweck, Ansprechpartner und gewünschten neuen Zielort.

2. Alte und neue Adressen eindeutig zuordnen

Bleiben alle URLs gleich, fällt dieser Schritt kleiner aus. Ändern sich Domain, Ordner oder Seitennamen, braucht jede relevante alte Adresse eine passende neue Zielseite. Google empfiehlt eine genaue URL-Zuordnung und warnt davor, viele unterschiedliche alte Seiten pauschal auf die Startseite umzuleiten. Das hilft weder Besuchern noch Suchmaschinen und kann als sogenannter Soft-404 gewertet werden.

Erstellen Sie eine Tabelle mit den Spalten alte URL, neue URL, Status und Prüfergebnis. Richten Sie permanente Weiterleitungen ein und testen Sie sie einzeln. Eine frühere Seite über Wartung gehört zur neuen Wartungsseite. Inhalte, die ersatzlos entfallen, sollten einen echten Fehlerstatus 404 oder 410 liefern.

Quelle: Google Search Central: Website-Umzüge mit URL-Änderungen

3. Technik und Auffindbarkeit vor dem Start prüfen

Kontrollieren Sie auf der neuen Website Seitentitel, Beschreibungen, Überschriften, Canonical-Adressen, strukturierte Daten und interne Links. Entfernen Sie Testsystem-Sperren wie noindex oder eine blockierende robots.txt erst zum geplanten Start. Prüfen Sie zugleich, ob die Search-Console-Verifizierung und die Analyse-Messung erhalten bleiben. Google nennt die URL-Prüfung als Werkzeug, um einzelne Seiten aus Sicht der Suche zu untersuchen.

Die neue Sitemap sollte nur die vorgesehenen, erreichbaren URLs enthalten. Öffnen Sie stichprobenartig Hauptseite, Leistungen, Kontakt, Impressum, Datenschutz und wichtige Artikel auf Smartphone und Desktop. Ein erfolgreicher technischer Test bedeutet noch keine garantierte Indexierung, beseitigt aber vermeidbare Hindernisse.

Quelle: Google Search Console-Hilfe: Einzelne URL prüfen und Fehler beheben

4. Anfragen wie ein echter Kunde testen

Testen Sie nicht nur, ob ein Formular grün bestätigt wird. Senden Sie eine echte Testanfrage, prüfen Sie das Zielpostfach und antworten Sie darauf. Kontrollieren Sie Terminbuchung, Telefon- und WhatsApp-Links, Dateiuploads, Newsletter-Einwilligung und Fehlermeldungen. Auf Mobilgeräten müssen Eingabefelder, Auswahlmenüs und Schaltflächen vollständig sichtbar und gut bedienbar sein.

Gehen Sie drei typische Wege durch: Ein neuer Interessent möchte eine Leistung verstehen, ein bestehender Kunde sucht einen Kontakt und ein Bewerber oder Lieferant braucht eine bestimmte Information. Jeder Weg sollte mit wenigen klaren Schritten ans Ziel führen.

5. Domain, Hosting und E-Mail getrennt absichern

Bei einem Hostingwechsel ohne sichtbare URL-Änderung empfiehlt Google, die neue Infrastruktur vorab zu testen, DNS-Einstellungen kontrolliert umzustellen und alten wie neuen Datenverkehr zu beobachten. Entscheidend ist außerdem, dass die geschäftliche E-Mail erreichbar bleibt. Website und Postfach können bei verschiedenen Diensten liegen; eine unbedachte DNS-Änderung kann deshalb die Website verbessern und gleichzeitig den E-Mail-Empfang stören.

Dokumentieren Sie die bestehenden DNS-Einträge, besonders MX-, SPF-, DKIM- und DMARC-Angaben, bevor etwas geändert wird. Lassen Sie die alte Infrastruktur so lange verfügbar, bis der neue Stand stabil ausgeliefert wird. Planen Sie den Wechsel zu einer verkehrsarmen Zeit und bestimmen Sie eine Person, die bei Problemen entscheiden und zurückschalten kann.

Quelle: Google Search Central: Hosting einer Website wechseln

6. Der Veröffentlichungsplan in sieben Schritten

1. Sicherung und URL-Liste final bestätigen. 2. Neue Website in einem geschützten Testsystem abnehmen. 3. Formulare, Termine, Links und E-Mail-Empfang praktisch testen. 4. Weiterleitungen, Canonicals und interne Links aktivieren. 5. Test-Sperren entfernen und Sitemap aktualisieren. 6. Domain beziehungsweise Hosting kontrolliert umstellen. 7. Startseite, wichtigste Leistungen und Kontaktwege sofort erneut von mehreren Geräten prüfen.

Halten Sie für jeden Schritt Verantwortliche und Uhrzeit fest. Ein Relaunch sollte nicht am Freitagnachmittag ohne erreichbare Ansprechpartner beginnen. Ein kurzes Abnahmeprotokoll mit offenen Punkten ist wertvoller als die Annahme, dass nach dem Hochladen schon alles funktionieren wird.

7. Nach dem Start messen statt raten

Beobachten Sie in den ersten Tagen Fehlerseiten, Weiterleitungen, Formularzustellung, Ladezeiten und wichtige Suchanfragen. Bei einer Domainänderung kann das Change-of-Address-Werkzeug in der Search Console nach dem Umzug und den eingerichteten Weiterleitungen sinnvoll sein; für reine Pfadänderungen innerhalb derselben Domain ist es nicht vorgesehen. Google empfiehlt, permanente Weiterleitungen bei einem Domainumzug möglichst lange und in der Regel mindestens ein Jahr bestehen zu lassen.

Vergleichen Sie nicht nur Besucherzahlen. Messen Sie auch abgeschickte Anfragen, Terminstarts und Klicks auf wichtige Kontaktwege. Wenn Sie einen Relaunch planen oder ein bestehender Wechsel unübersichtlich geworden ist, prüft Marketing Ritter im kostenlosen Website-Check die sichtbaren Seiten, Kontaktwege und zentralen technischen Übergänge. So erhalten Sie eine priorisierte Liste, bevor aus kleinen Versäumnissen verlorene Anfragen werden.

Quelle: Google Search Central: Website-Umzüge mit URL-Änderungen

Veröffentlicht am · Redaktion Marketing Ritter

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