Google Ads: Mehr gemessene Conversions – aber auch mehr Kunden?
Google hat am 10. September 2026 neue Funktionen zur Werbemessung angekündigt. Für Unternehmer stellt sich damit eine praktische Frage: Wenn im Bericht mehr Conversions auftauchen, kommen dann tatsächlich mehr Kunden? Eine Conversion ist zunächst eine erfasste Zielaktion. Für Ihre Planung zählt, was aus dieser Aktion im Betrieb entsteht.

Was Google jetzt angekündigt hat
Die neue Kennzahl Data Strength Uplift soll zusätzliche Conversions ausweisen, die durch die Einbindung eigener Daten wieder erfasst werden. Außerdem kündigt Google eine engere Verbindung des Data Managers mit weiteren Werbe- und Analysewerkzeugen an.
Zur Verfügbarkeit in Deutschland: Die Meldung nennt keinen eigenen Deutschland-Termin für diese Kennzahl und bestätigt keine Freischaltung in jedem deutschen Werbekonto. Prüfen Sie deshalb die tatsächliche Verfügbarkeit in Ihrem Konto. Unsere Einordnung: Eine vollständigere Messung kann ein klareres Bild liefern; sie belegt für sich genommen noch keine zusätzlich gewonnenen Kunden.
Quelle: Google: Neue Werkzeuge für Daten und Werbemessung, 10. September 2026
Definieren Sie zuerst, was eine gute Anfrage ist
Beginnen Sie mit dem eigenen Angebot. Ein Handwerksbetrieb sucht vielleicht Aufträge in einem bestimmten Einzugsgebiet. Eine Beratung benötigt Interessenten mit einem konkreten Vorhaben. Ein Studio möchte Terminwünsche für Leistungen erhalten, die es tatsächlich anbietet. Schreiben Sie auf, welche Voraussetzungen eine Anfrage erfüllen muss, damit Sie sie sinnvoll bearbeiten können.
Nutzen Sie wenige nachvollziehbare Merkmale: Passt die gewünschte Leistung? Ist der Auftrag organisatorisch möglich? Können Sie die Person erreichen? So entsteht eine gemeinsame Grundlage für Website, Marketing und Kundenbetreuung. Eine hohe Zahl ausgefüllter Formulare ist wenig hilfreich, wenn niemand festhält, welche Anliegen anschließend weiterverfolgt werden konnten.
Trennen Sie einen Klick vom abgeschlossenen Kontakt
Stellen Sie sich einen fiktiven Betrieb vor: Im Bericht stehen 20 Aktionen am WhatsApp-Button, tatsächlich kommen acht Nachrichten an. Davon betreffen fünf das angebotene Leistungsspektrum. Diese Zahlen beschreiben verschiedene Schritte. Sie lassen sich weder gleichsetzen noch einfach als 33 unabhängige Kundenkontakte addieren.
Prüfen Sie für jeden Kontaktweg, was genau gezählt wird. Öffnet der Besucher nur ein Formular, versucht er es abzusenden oder wurde die Anfrage erfolgreich übermittelt? Ein Klick auf einen Kontaktbutton zeigt Interesse. Erst der anschließende Vorgang macht deutlich, ob ein Kontakt zustande gekommen ist. Beschriften Sie Ihre Auswertung entsprechend eindeutig.
Kontrollieren Sie, welche Ziele Ihre Kampagne steuern
Google Ads unterscheidet primäre und sekundäre Conversion-Aktionen. Primäre Aktionen können für Gebote genutzt werden, wenn die Kampagne auf das zugehörige Standardziel optimiert. Sekundäre Aktionen dienen normalerweise der Beobachtung. Bei benutzerdefinierten Zielen gibt es eine Ausnahme: Darin enthaltene sekundäre Aktionen können ebenfalls für Gebote verwendet werden.
Lassen Sie sich deshalb erklären, welche konkreten Ereignisse Ihre Kampagne als Erfolg behandelt. Seitenaufruf, Kontaktklick und abgeschickte Anfrage sollten bewusst eingeordnet sein. Ändern Sie Ziele nicht wahllos während einer laufenden Auswertung. Halten Sie zunächst fest, welche Einstellung besteht und welchen geschäftlichen Zweck sie erfüllen soll.
Quelle: Google Ads-Hilfe: Primäre und sekundäre Conversion-Aktionen
Verbinden Sie die Auswertung mit Ihrer Kundenbearbeitung
Google beschreibt mit qualifizierten und konvertierten Leads auch spätere Schritte nach dem ersten Kontakt. Eine qualifizierte Anfrage wurde außerhalb von Google Ads anhand des eigenen Ablaufs eingeordnet. Ein konvertierter Lead hat einen von Ihnen definierten weiteren Schritt erreicht, etwa einen Abschluss.
Für Ihren Betrieb beginnt die Vorbereitung mit einem verlässlichen internen Ablauf: Wer prüft neue Anfragen? Wo wird der Bearbeitungsstand festgehalten? Wann ist ein Kontakt qualifiziert? Klären Sie diese Fragen, bevor Sie zusätzliche Datenverbindungen planen. Ein Werkzeug kann uneinheitliche Begriffe oder vergessene Rückmeldungen nicht allein beheben.
Quelle: Google Ads-Hilfe: Qualifizierte und konvertierte Leads
Ein kurzer Prüfplan für diese Woche
Nehmen Sie einen überschaubaren, bereits abgeschlossenen Zeitraum und vergleichen Sie Werbebericht, tatsächlich eingegangene Anfragen und deren Bearbeitungsstand. Notieren Sie, welche Zeiträume und Kontaktarten Sie vergleichen. Suchen Sie zuerst nach erklärbaren Unterschieden, statt aus jeder Abweichung sofort einen technischen Fehler abzuleiten.
Gehen Sie danach den Kontaktweg Ihrer Website selbst durch. Ist klar, welche Leistung angefragt wird? Kommt die Bestätigung verständlich an? Weiß die zuständige Person, was sie als Nächstes tun soll? Wählen Sie anschließend eine konkrete Verbesserung, beispielsweise eine eindeutigere Formularauswahl oder eine feste Zuständigkeit für Rückmeldungen.
Im nächsten Gespräch über Ihr Marketing sollten drei Fragen beantwortbar sein: Was wurde gemessen, welche Anfragen passten zum Angebot und welche wurden weiterbearbeitet? Wenn Sie den Kontaktweg Ihrer Website prüfen möchten, starten Sie mit dem kostenlosen Website-Check von Marketing Ritter. Im Erstgespräch schauen wir gemeinsam, wo Ihr Auftritt den nächsten Schritt verständlicher machen kann.
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Lassen Sie uns gemeinsam auf Ihre Website, Ihr Angebot und Ihre Ziele schauen.
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